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 Reviews Bass
Cadfael Offline




Beiträge: 70

19.06.2008 18:03
Roland MicroCube Bass RX antworten
Ich bin erst seit acht Tagen im Besitz meines Roland MicroCube Bass RX. Daher kann ich hier nur meine ersten Erfahrungen und Eindrücke schildern. Da viele etwas über den RX wissen wollen, veröffentliche trotzdem jetzt schon diesen Review. Andere Besitzer können gerne ihre Eindrücke hier schildern - und mich eines besseren ggf. korrigieren.

Einführung
Anfang 2008 stellte Roland die beiden Modelle seiner neuen MicroCube RX-Serie erstmals der Öffentlichkeit vor. Seit Mitte Mai 2008 sind die beiden in Europa im Handel erhältlich.
Die RX-Serie besteht aus dem MicroCube RX für die Eierschneiderfraktion und dem MicroCube Bass RX für die Liebhaber der tiefen Töne. Zwar sind die Modelings und Effekte der Verstärker auf die jeweilige Benutzergruppe abgestimmt, die Grundkonzeption beider Verstärker ist jedoch gleich.



Obwohl Roland BOSS ein renommiertes Traditionsunternehmen mit legendären Effektgeräten (BOSS) ist, fristeten die Verstärker dieser Marke bei Bassisten lange ein Randdasein. Mit den Bass Cubes und der D-Bass-Serie hat sich das in den letzten Jahren geändert.
Der Cube 30 Bass Verstärker gilt als vielseitiger und exzellenter Einsteiger- und Übungsverstärker. Sein großer Bruder, der Cube 100 Bass Verstärker, ist ein richtiger Brüllwürfel und kann sich auch in mittellauten Bands und bei Club-Gigs durchsetzen. Die Verstärker der D-Bass Serie sind voll bandtauglich und stellen sogar eine ernstzunehmende Alternative zu Verstärkern der Oberklasse dar.

Der MicroCube Bass RX rundet die Roland Cube-Bass-Serie mit seine 2x 2,5 Watt leistungsmäßig nach unten ab, bietet aber gleichzeitig neue und nützliche Zusatz-Features. Eine Gegenüberstellung der drei Roland Cube Bass Modelle findet man in der angehängten PDF-Datei.


Technische Daten
Hersteller: Roland Corporation, Made in China
Modell: MicroCube Bass RX
Stromversorgung: 9V Netzteil (im Lieferumfang) oder Batterie (6x AA)

Endstufe: Feed Forward Processing, 2x 2,5 Watt (stereo)
Lautsprecher: 4x 4" (10 cm), teilweise Alu, weich aufgehängt

Stimmgerät: 8 festgelegte Töne oder chromatisch
Verstärkersektion: Compressor (on/off), 8 COSM-Modelings, Gain, Volume
Klangreglung: Bass, Middle, Treble
Effekte: Chorus, Flanger, T-Wah, Delay, Reverb
Rhythmussektion: An/Aus, Tempo, Volume, 33 Rhythmen

Eingänge: Instrument Input, Aux in (mono oder stereo)
Ausgänge: Kopfhörer / Recording Out, Zweifach-Fußschalter (Stereo-Klinke) für Rhythmus

Maße (B, H, T): Ca. 30 x 30 x 21 cm
Gewicht: 6,8 kg
Preis: Ca. 199 Euro


Konzept
Bei den Gitarristen war und ist der Roland MicroCube ein großer Erfolg. Er ist wegen seines Preises unter 100 Euro und seiner vielen Möglichkeiten ein beliebtes Einsteigermodell.
Durch den möglichen Batteriebetrieb ist er aber auch ein sehr guter Übungsverstärker für den Musiker auf Tour oder abseits von Stromnetzen. Dieses Konzept greift die MicroCube RX-Serie auf. Beide Verstärker der RX-Serie können wahlweise mit 9V Netzteil oder - bis zu 11 Stunden - mit Batterien betrieben werden.

Clou der RX-Serie ist die eingebaute Rhythmussektion. Endlich hat man einen Verstärker, der ein Stimmgerät, verschiedene Modeling Amps, Effekte und sogar eine Rhythmussektion in sich vereinigt. Besonders für Bassisten macht das Üben mit Rhythmusgerät Sinn - und es erhöht zudem den Spaß beim Üben.
Das alles gibt es leider nicht für umsonst. Liegen die Preise anderer Übungsverstärker zwischen 50 und 150 Euro, kostet der RX stolze 199 Euro.




Optik & Verarbeitung
Das Gehäuse des MicroCube ist, wie für Roland typisch, mit einer robusten anthrazitfarbenen Strukturoberfläche lackiert. Mit seinen vier 10 cm Lautsprechern wirkt der Zwerg auf den ersten Blick wie eine 410er Hartke Box für Barbiepuppen. Eine Bassreflexöffnung ist nicht vorhanden. Das Gehäuse ist geschlossen.
Der Verstärker steht fest auf vier Gummifüßen, alle Seitenkanten sind großzügig durch Kunststoffleisten geschützt. Die Bassversion des RX verfügt über ein gelochtes schwarzes Frontgitter auf dem das Roland-Logo sowie ein " Bass Feed Forward Processing" Schild angebracht sind. An den Seiten befinden sich Halterungen in die man einen mitgelieferten, an den Enden mit Leder verstärkten, Tragegriff einhängen kann. Billig wirkt der Tragegriff nicht; ich hätte mir trotzdem lieber einen konventionellen Griff gewünscht.
Das Bedienteil präsentiert sich in gewohnter Roland-Optik mit augenschonenden Schwarz-, Grau- und Bronze-Tönen. Knöpfe und Schalter machen den bekannt wertigen Eindruck.


Bedienelemente und Bedienung
Der RX hat einen Power-Schalter mit LED-Anzeige. Die LED dient im Batteriebetrieb gleichzeitig als Statusanzeige. Neigt sich die Batterieleistung dem Ende zu, wird die Helligkeit der LED schwächer. Der RX verfügt über eine Einschaltverzögerung und meldet sich mit einem kaum wahrnehmbaren "Plöp" einsatzbereit.



Stimmgerät
Neben dem Instrumenteneingang befindet sich der Tuner-Knopf. Drückt man ihn, wird das Verstärkerteil gemutet (stumm geschaltet). Mit dem "Typ-Regler" stellt man den Stimmton ein. Es stehen H, E, A, D, G, C sowie Gis und G (A-Saite Halb- und Ganzton tiefer) zur Verfügung. Drei LEDs zeigen an ob die Stimmung zu hoch, zu tief oder richtig ist. Drückt man die Tuner Taste eine Sekunde, kann man mit dem Stimmgerät chromatisch stimmen.

Verstärkersektion / Modeling
Unter dem Tuner-Knopf befindet sich ein Schalter mit dem man den nicht regelbaren Compressor zuschalten kann. Der Compressor arbeitet sehr schön. Negativ ist, dass es keine Kontrollleuchte für ihn gibt. Die Schalterstellungen sind kaum zu unterscheiden und man muss eher hinhören, ob er an ist.

Daneben befindet sich der achtstufige "Typ-Regler". Hier werden acht Modelings mit COSM-Technologie erzeugt: Octave Bass, Super Flat, Flip Top, B.Man, Bass360, Session, Concert810 und Mikrofon.
Die meisten dieser Modelings dürften den Lesern aus Reviews über andere Verstärker der Cube-Serie bereits bekannt sein; daher erspare ich mir eine genaue Beschreibung. Wer sich tiefer einlesen möchte, kann nähere Einzelheiten und genaue Beschreibungen zu den Sounds im Handbuch nachlesen. Eine PDF-Version des Handbuchs, die auch die deutschsprachige Version enthält, kann auf der japanischen Website (siehe Link unten) downgeloadet werden.
Im Unterschied zum Cube 100 Bass Verstärker hat der RX kein Trace Elliot Modeling. Dafür bietet der RX die Möglichkeit ein dynamisches Mikrofon anzuschließen, mit dem man z.B. seinen (A-) Bass abnimmt.
Anzumerken sei, dass man den Drehschalter auch während dem Spielen ohne hässliche Nebengeräusche von einem Model zum nächsten schalten kann. Der Schalter ist leichtgängig, aber dennoch sehr exakt.

Equalizer
Der MicroCube verfügt wie der Cube 30 Bass über eine klassische Dreiband-Klangreglung: Bass, Middle, Treble (also Bass, Mitten, Höhen).

Effekte
Auch die Effektsektion des RX kennt man von den anderen Cubes. Mit dem ersten Drehregler kann man Chorus, Flanger oder T-Wah in verschiedenen Intensitätsstufen auswählen. Der zweite Regler bietet Delay (Echo) und Reverb (Hall). Anders als bei den beiden großen Brüdern sind die Effekte nicht per Fußschalter zu schalten.

Rhythm Guide
Besonderheit der MicroCube RX-Serie ist das eingebaute Rhythmusgerät.
Mit einem Drehschalter kann man zwischen einem Metronom und 10 Drum-Patterns wählen. Für jede Stellung stehen drei Varianten zur Verfügung - also 33 Möglichkeiten. Die gewählte Variante wird dabei durch eine separate LED (aus/grün/rot) angezeigt. Beim Metronom stehen 4/4-, 3/4- und 2/4-Takt zur Verfügung.
Der Start/Stop-Knopf besitzt ebenfalls eine zweifarbige LED (aus/grün/rot). Hat man das Rhythmusgerät gestartet, zeigt die Start/Stop-LED in allen 33 Einstellungen die Viertel an. Dabei leuchtet die "Eins" rot auf, alle weiteren Viertel werden grün angezeigt.
Als ehemaligem Drummer fällt es mir leicht die "Eins" zu finden. Das wird auch erfahrenen Bassisten so gehen. Für Anfänger oder wenig geübte ist die Anzeige der "Eins" aber eine sinnige Sache. [Humor]Und wir sollten auch berücksichtigen, dass das gleiche Rhythmusgerät in der Version für Gitarristen eingebaut ist.[/Humor]

Das Tempo kann man mit einem Tipp-Taster (TAP TEMPO) bestimmen. Hier wäre meiner Meinung nach ein Display mit genau einstellbarer bpm-Zahl besser gewesen. Aber abgesehen von Platzbedarf muss ja auch alles bezahlt werden.
Am besten legt man das Tempo fest, indem man das Rhythmusgerät bei eingeschaltetem Verstärker erstmal ausschaltet. Mit der TAP Taste am Verstärker (oder per Fußschalter) tippt man mindestens zweimal im gewünschten Tempo. Man kann so lange/oft tippen wie man will. Das Gerät merkt sich den Zeitraum zwischen den letzten beiden Impulsen. Dann drückt man die Start/Stop-Taste und der Rhythmus geht los.

Ganz rechts findet man noch den Lautstärkeregler, der unabhängig arbeitet. Weder Lautstärke-, Klang- noch Effektregler des Bassverstärkerteils haben Einfluss auf das Rhythmusgerät. Eine Änderung der Basslautstärke (Gain oder Volume) hat also keinen Einfluss auf die Lautstärke des Drum-Rhythmus. In Stellung 9 bis 12 Uhr dürfte das Rhythmusgerät für die meisten Wohnungen laut genug sein. Die Rhythmen haben untereinander teils unterschiedliche Lautstärken (z.B. Rhythmen mit/ohne Snare).

Die Funktionen Start/Stop sowie TAP können auch per optionalem Fußtaster gesteuert werden. Der Anschluss dafür befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses.

Was in keiner Dokumentation vermerkt ist, ist das eingebaute Noisegate! Bei der Aufnahme am PC konnte ich bei der Nutzung eines SingleCoil Pickups deutlich hören, wie das Grundrauschen langsam ausgeblendet wird und verstummt. Man braucht keine Angst vor dem Noisegate zu haben, da es ab Werk perfekt eingestellt ist.



Rückseite
Auf der Rückseite befinden sich das Batteriefach, die Netzteil-Buchse, Zugentlastung sowie eine Anklemmschraube für einen möglichen Erdungsanschluss.

Zudem befindet sich auf der Rückseite der bereits erwähnte Anschluss zur Steuerung der Rhythmussektion. Roland verwendet eine 6,3 mm Stereoklinkenbuchse zum Anschluss eines Doppel-Fußtasters. Über ein Y-Kabel können auch zwei einfache Fußtaster (Öffner) angeschlossen werden.

Daneben befindet sich der Phone/Recording-Out Anschluss für Kopfhörer oder Aufnahmegeräte. Das hier anliegende Stereo-Signal wandert vorher durch einen fest eingestellten Boxensimulator.
Die letzten beiden Buchsen sind eine Stereo-Mini-Klinkebuchse und eine 6,3 mm Mono-Klinkenbuchse für AUX-IN. Über sie kann man externe Abspielgeräte anschließen.
Darunter befindet sich noch ein Sicherheitsschacht. Hier kann man eine Diebstahlsicherung der Firma Kensington anbringen.


Sound
Der MicroCube RX verfügt, genau wie der Cube 100 Bass, über 8 Modelings. Allerdings fehlt hier das Trace Elliot Model. Dafür gibt es eine Stellung für dynamische Mikrofone.
Die Beschreibung der einzelnen Modeling-Sounds erspare ich mir; Wie erwähnt ist sie im deutschsprachigen Manual (Link unten) zu finden. Nur soviel: Es dürfte für fast jeden Bassisten etwas dabei sein.
Damit die verschiedenen Verstärkertypen gut klingen muss man nicht erst lange an den Klangreglern rumarbeiten. Bereits bei Mittelstellung hat man schöne Klänge, die man ggf. verfeinern kann. Die Regler des Equalizers greifen da an, wo man es erwartet. Trotz Modeling sind sowohl die Charakteristik des Basses als auch die des Spielers deutlich zu vernehmen.

Ich überlasse es qualifizierteren Bassisten die Authentizität der Modelings und die Feinfühligkeit des RX zu beurteilen. Da stoße ich vom Wissen und von der Spieltechnik an meine Grenzen.
Ein abschließendes Urteil über die Soundmöglichkeiten kann ich mir nach weniger als einer Woche eh noch nicht erlauben. Aber es macht sehr viel Spaß mit dem RX zu üben. Man braucht wohl auch einige Zeit um seine persönlichen Setting-Favoriten herauszufinden.

Mit den Effekten kann man den Sound zusätzlich aufpeppen oder interessant machen. Gerade das T-Wah bietet hier Möglichkeiten für interessante / abgefahrene Sounds. Für mich persönlich sind die Effekte aber eher Spielerei. Mir gefällt der RX am besten pur. Das mag auch mit meinem mangelnden Spielvermögen zu tun haben.

Die Signale aus den Lautsprechern und aus dem Kopfhörer-/Recording-Ausgang klingen sehr ähnlich. Will man um 2 Uhr morgens seine Lebensgefährtin nicht wecken muss man sich also nicht mit magerem Kopfhörersound zufrieden geben oder den Equalizer anders einstellen. Der gewohnte RX Sound kommt weitgehend gleich rüber (bei qualitativ durchschnittlichen Kopfhörern).

Vom Drumcomputer hätte ich - besonders bei einer Marke wie Roland - etwas mehr erwartet. Die Sounds klingen für mich nicht nach 21. Jahrhundert. Es erinnert mehr an die Drumcomputer der späten 1980er Jahre. Trotzdem sind einige wirklich schöne Rhythmen dabei. Mit der Zeit wird man sich wohl merken, welcher der 30 Rhythmen wo zu finden ist. Schade finde ich, dass keine Reggae Rhythmen vorhanden sind - aber man kann nicht alles haben.



Vor einem Jahr hatte ich einmal einen Roland Cube 20X Gitarrenverstärker über den "Recording Out" vor einen großen Verstärker gehängt. Das klappte ganz gut. Also habe ich das Experiment mit dem RX und meinem Gallien-Krueger Backline 210 wiederholt. Diesmal habe ich aber als Verbindungskabel ein "Stereo-Mono-Kabel" benutz (Bastelanleitung als PDF angehängt), da der RX ja stereo ist.
Das Ergebnis lässt sich wirklich hören! Man kann den RX also auch als Pre-Amp nutzen oder über eine DI-Box in das Mischpult einer PA geben. Der Speaker-Simulator ist zwar nicht einstellbar, aber der Sound wird ähnlich sein, wie man es vom kleinen Riesen gewohnt ist (je nach Anlage natürlich wesentlich wuchtiger).


Soundsamples
Wie bereits mehrfach erwähnt bin ich ein schlechter Bassist! Ich spiele erst seit gut einem Jahr, habe nicht eine einzige Minute Unterricht gehabt. Mir fehlt daher jede Menge Technik und "Insiderwissen". Wenn ich höre was andere Bassisten im Forum mit ihren Fingern zaubern kann ich nur staunen!

Auf der japanischen Website von Roland (Link unten) solltet ihr euch die Videos zum Bass RX und auch zum Cube 100 ansehen. So kann der RX mit dem richtigen Bassisten klingen!
Wer das RX Demo-Video auf der japanischen Roland Website gesehen hat wird sich bestimmt fragen, ob das Signal von Geo Valles RX auf der NAMM aus dem Recording Out kam, oder über die Speaker mit Mikro abgenommen wurde. Meiner Meinung nach ist durchaus beides möglich!
Auf der japanischen Website gibt es auch ein Video zum Cube 100 Bass. Auch das sollte man sich anschauen, denn der RX hat weitgehend die Möglichkeiten und den Klang des Cube 100 Bass.
Auf jeden Fall sind die beiden Videos nicht großartig getürkt oder digital nachbearbeitet. Ich erkenne den RX in diesen Videos wieder.

Ich habe auch mal drei Soundsamples aufgenommen ...
Alle drei Samples wurden mit meinem Fender Aerodyne P-Bass Special aufgenommen. Die Saiten sind ziemlich runter und eigentlich hätte ich sie vor den Aufnahmen wechseln sollen; stattdessen habe ich lieber am Review geschrieben und den RX gespielt. Ich mache in den nächsten Tagen vielleicht noch mal welche mit neuen Saiten.
Bei allen Aufnahmen ist lediglich der P-Pickup an, Klangreglung und Volume voll auf. Alle Aufnahmen sind weitgehend mit Mittelstellung der Klangreglung am RX gemacht worden. Es wurden nur andere Models eingesetzt. Bei der dritten Aufnahme habe ich mal mit dem T-Wah gespielt.

http://161589.homepagemodules.de/files/b.../f8t12p12n3.mp3
http://161589.homepagemodules.de/files/b.../f8t12p12n4.mp3
http://161589.homepagemodules.de/files/b.../f8t12p12n5.mp3

Fazit
Für den Preis von 200 Euro kann man sich einen anderen Übungsverstärker plus einfachem Multieffektgerät kaufen. Solche Sets können an Effekten und Modelings sogar mehr leisten als der RX. Der MicroCube RX ist also nicht konkurrenzlos und nicht der Stein / Amp der Weisen. Niemand sollte sofort seinen Übungsverstärker verkaufen um sich schnellstmöglich den RX zuzulegen!
Ich würde auch nicht behaupten, dass der RX besser ist als der fast gleichteure Cube 30 Bass. Hier muss man die Wahl treffen, ob einem Rhythmusgerät und Batteriebetrieb wichtiger sind als die Leistung. Mit dem 30er kann man mühelos mit den meisten akustischen Instrumenten, sowie einem leisen Schlagzeug, mitspielen. Der RX wird bei einer Session in einem etwas größeren Raum oder beim Spiel mit einem Schlagzeug bestimmt schlapp machen.

Was mir persönlich am RX gefällt - und die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflusst hat - ist die Übersichtlichkeit trotz Vielfältigkeit. Ich muss mich nicht durch tausend Menüs auf einem Display steppen, sondern kann alle Parameter direkt verstellen; ich sehe auf einen Blick, was Sache ist. Ich habe keinen Kabelsalat und auch keine Leiste auf dem Boden liegen. Alles ist in dieser kleinen Kiste. Und mein selbstgebauter PC-Maus-Fußschalter zur Bedienung des Rhythmusgeräts (Bastelanleitung als PDF angehängt) nimmt kaum Platz weg.


Positiv - Negativ
Pluspunkte:
+ Aussehen
+ Klein und leicht
+ Leistung (ideal für Heim und kleine Einsätze - sehr gut dosierbar)
+ Viele gut klingende Amp-Modelings
+ Amp- und Recording-/Kopfhörer-Sound fast identisch
+ Effekte und Stimmgerät an Bord
+ Rhythmusgerät an Bord
+ Batterie- und Netzbetrieb möglich
+ Ausführliche Bedienungsanleitung
+ Preis

Minuspunkte:
- Leistung (schränkt Einsatzgebiet ein)
- Drumsounds nur Mittelmaß
- Keine bpm-genaue Takteinstellung möglich
- Teurer Originalfußschalter
- Tragegriff
- Preis

Ja ... das ist mein erstes Fazit zum Roland MicroCube Bass RX.
Über Fragen, Kritik und Zusatzbemerkungen anderer RX-User würde ich mich freuen.

Gruß
Andreas


Deutsche Website zum Roland MicroCube Bass RX:
http://www.rolandmusik.de/produkte/MICRO...SS_RX/index.php
Japanische Website (mit Benutzerhandbuch in Deutsch und Demo-Video):
http://www.bosscorp.co.jp/products/en/MI...S_RX/index.html

Cube Vergleich: http://www.ak-line.com/medium/cube.pdf
Roland Do-It-Yourself: http://www.ak-line.com/medium/roland-diy.pdf

P.S. (für die, die mich nicht kennen): Nein; ich bin kein Musikjournalist! Und ich werde auch von niemandem für meine Reviews bezahlt oder bekomme sonst etwas dafür! Ich zahle höchstens für den Traffic, wenn ihr die Soundsamples von meinem Server downloadet.
Dateianlage:
roland-diy.pdf
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